Bereits dreizehn Jahre nach der Unternehmensgründung im deutschen Geisingen hat Elsäßer die ersten vorfabrizierten Deckenelemente für Projekte in die Schweiz geliefert. Diese Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1985.
Schon für das erste Projekt in der Schweiz hat das Unternehmen Egon Elsäßer Bauindustrie GmbH & Co. KG aus Geisingen intensive Pionierarbeit erbracht. Denn vorfabrizierte Elemente, die auf der Baustelle mit Ortsbeton zu einem monolithischen Bauteil ergänzt werden, waren zuvor in der Schweiz nicht bekannt. Beim Bau des neuen Hotels Chlosterhof in Stein am Rhein konnte das Elsäßer-Fertigteilwerk im Jahr 1985 ein erstes großes Projekt mit vorfabrizierten Deckenelementen beliefern.
Verbindung von Fertigelementen mit Ortsbetonbau
Neben Elektroeinbauteilen, Lüftungselementen oder Rohrleitungen, die werkseitig in die Deckenelemente integriert werden, besteht der große Vorteil dieses Bausystems darin, dass nahezu jeder Grundriss – selbst mit aussergewöhnlichen Geometrien – wirtschaftlich realisierbar ist. Jedes Teil ist dabei ein Unikat, denn aufgrund des fortschrittlichen Produktionsprozesses ist keine Serienfertigung notwendig. Die statisch erforderliche untere Armierung ist in den Elementen enthalten. Technisch besteht kein Unterschied zu konventionell an der Baustelle geschalten Ortsbetondecken.
Thermoaktive Bauteile
Das Deckensystem ist aufgrund der Wärmespeicherfähigkeit des Betonmaterials mit seinem guten Wärmeleitvermögen ideal als Heiz- und Kühlfläche nutzbar. Dazu werden bei der Produktion Rohrleitungen in die Elemente eingelegt, durch die im Sommer kaltes Wasser und im Winter zum Heizen warmes Wasser fliesst. Die oberflächennahe Rohrlage erlaubt Temperaturen individuell in unterschiedlichen Räumen und Zonen zu regeln. Auf der Baustelle müssen die Rohre lediglich gekoppelt werden.
Integrierte Dämmung nach Anforderung
Eine Weiterentwicklung der Deckenelemente betrifft die Doppelwandelemente und insbesondere die Thermowandelemente mit einer integrierten Isolation im Element. Die Dicke der Isolation wird variabel dimensioniert, dies anhand des erwünschten U-Werts und der statischen Anforderungen. Die Thermowand ist einer konventionell geschalten Wand gleichgestellt. Nach diesem Konstruktionsprinzip werden auch Massivdachelemente konzipiert, die mit den entsprechenden Eigenschaften hinsichtlich sommerlichem Wärmeschutz, Schall- und Brandschutz zahlreiche Vorteile bieten.
Hybride Bauweise erschliesst CO₂-Reduktion
Eine weitere innovative Anwendung der vorfabrizierten Elemente von Elsässer kommt bei der hybriden Bauweise zum Einsatz. Insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ergibt sich aus der Kombination von Holz und Beton im Bereich der Geschossdecken eine hervorragende Möglichkeit, den CO₂-Anteil zu reduzieren.
Aktuelle Projekte in der Schweiz
In den vergangenen vier Jahrzehnten – seit dem Hotel Chlosterhof – wurden mit Elsäßer-Elementen unzählige große und kleine Bauprojekte realisiert. Für den Zellfeldpark in Schenkon wurden Elemente für die Mehrfamilienhäuser geliefert, so auch für 23 Reihenhäuser in Galgenen sowie für mehrere Stadien. Für die Messe Basel, und das Parkhaus in Täsch kamen vorfabrizierte Elemente zum Einsatz. Beim Coop‑Verteilcenter in Schafisheim wurden 98.000 Quadratmeter Elemente verbaut. Aktuell werden Elemente für das neue Polizeizentrum in Bern geliefert. Das geplante sechsgeschossige Gebäude wird den Minergie-P-Eco, sowie den SNBS-Standard erfüllen. Es wird in hybrider Bauweise erstellt, wobei Elsäßer über 4.000 Quadratmeter vorfabrizierte Elemente für verschiedene Gebäudeteile liefert. Im Projekt wird mit der BIM-Methode gearbeitet und auf der Baustelle kommt mit «BIM to Field» (Building Information Modeling) ein komplettes digitales Planungssystem zur Anwendung. Ein weiteres innovatives Projekt für das Elsäßer Elemente liefert, betrifft die Überbauung Zelgstrasse in Uster. Hier entsteht ein wegweisendes Wohnquartier mit dem Fokus auf umweltbewusste und zukunftgerichtete Systembauweise. Damit wird in kürzester Zeit eine Wohnüberbauung mit 164 Wohnungen in Holzbauweise realisiert, wobei Elsäßer im Bereich der Untergeschosse und Treppenhäuser die vorfabrizierten Elemente aus Beton liefert. Damit wird die Bauzeit insgesamt wesentlich verkürzt.






